Die Grünen im Alb-Donau-Kreis

Lebendiges Blaubeuren

KandidatInnen für Blaubeuren 2014
Der gesellschaftliche Wandel wird auch in Blaubeuren immer stärker spürbar. Die Familien- und Altersstruktur wandelt sich drastisch. Die wichtigste kommunalpolitische Aufgabe ist es, auf diesen Wandel mit vorausschauendem und nachhaltigem Handeln zu reagieren. Damit unsere Stadt als Wohn-, Lebens- und Arbeitsort attraktiv bleibt, müssen den verschiedenen Lebensmodellen Perspektiven gegeben werden. Die Kommune stellt mit der flexiblen Ganztagskinderbetreuung und einem umfassenden Bildungsangebot bereits den notwendigen Rahmen, der nun um den wichtigen Standortfaktor Gemeinschaftsschule erweitert wird. Blaubeurens Bürger engagieren sich sehr stark in Vereinen, im sozialen und kulturellen Bereich. Wichtig ist, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben für alle, egal ob alt oder jung, für Alteingesessene oder Neubürger offen bleibt. Besonders Jugendliche brauchen Entfaltungsmöglichkeiten und Räumlichkeiten, die Stadt muss sie dabei unterstützen. Eine zeitgemäße Kommunalpolitik zeichnet sich durch frühzeitige Bürgerbeteiligung bei allen wichtigen Entscheidungen aus.

Innenentwicklung

verfallenes Haus
Dorfentwicklung? (Bild: Stephan Buck)
Die Siedlungsentwicklung der letzten Jahrzehnte hat zu einer Verlagerung des Wohnens von der Kernstadt und den Dorfkernen in die Neubaugebiete geführt. Diese Siedlungspolitik mit ihrem enormen Flächen- und Ressourcenverbrauch kommt nun sowohl ökonomisch, als auch ökologisch an ihre Grenzen. Die zu bewirtschaftenden Flächen werden immer größer, während die Bevölkerung insgesamt abnimmt. Zukünftig muss die Baupolitik der Stadt komplett auf die Innenentwicklung der Dorfkerne und der Kernstadt ausgerichtet sein, hier ist die komplette Infrastruktur vorhanden und ohne Auto erreichbar. Das dient dem örtlichen Handel und Gewerbe, ohne die ein Gemeinwesen nicht funktioniert.

Bündnis 90/ Die Grünen in Blaubeuren stehen für solide Finanzen

Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet immer zuerst Sanierung und Optimierung des Bestehenden. Da dies in den letzten Jahren nicht konsequent berücksichtigt wurde, wird Blaubeuren in nächster Zeit gezwungen sein, verstärkt sparen zu müssen. Insbesondere die bisherige Siedlungspolitik ist verantwortlich für den ständigen Anstieg der Ausgaben. Die Ausweitung der zu bewirtschaftenden Flächen verursacht hohe Kosten und schwächt gleichzeitig die Dorfkerne und das Städtle.

Nachhaltiger Tourismus

Sommerbühne am Blautopf
Sommerbühne am Blautopf (Bild: Stephan Buck)
Tourismus und Fremdenverkehr sind kein Selbstzweck. Die Lebens- und Wohnqualität der Blaubeurer Bürger müssen bei jeder Weiterentwicklung immer im Vordergrund stehen. Wir sind für eine nachhaltige touristische Nutzung der einzigartigen landschaftlichen und kulturellen Schätze Blaubeurens. Unsere Kulturdenkmäler und Museen und insbesondere die bürgerschaftlich organisierte Sommerbühne am Blautopf machen Blaubeuren weit über das Umland hinaus bekannt und verdienen es, gefördert zu werden. Zukünftig muss Blaubeuren auch Angebote für Besucher entwickeln, die besonders an Natur- und Umwelt interessiert sind. Eine Erneuerbare Energien gestützte E-Mobiltankstelle mit eigenem E-Mobil würde dazu gut passen. Das Wander- und Radwegenetz muss bedarfsgerecht ausgebaut und sinnvoll beschildert werden. Wir setzen uns für einen ausgeschilderten Rundkurs für Mountainbiker ein.

Entwicklung eines kommunalen Energiekonzeptes

Der kommunale Beitrag Blaubeurens zur Energiewende ist deutlich ausbaufähig. Ziel ist ein ökonomisch sinnvolles kommunales Energieversorgungskonzept, das Maßnahmen zur Energieeinsparung, effizienter Energienutzung und Möglichkeiten zum Ausbau Erneuerbarer Energien beinhaltet. Eine Beteiligung der Bürger in Form einer Bürgerenergiegenossenschaft muss kommen. Investitionen in Erneuerbare Energien bedeuten immer eine unmittelbare Förderung der regionalen Wirtschaft.

Bündnis 90/ Die Grünen in Blaubeuren kämpfen für eine intakte Umwelt, in der sich die Menschen wohlfühlen

Sonderbucher Steige
Sonderbucher Steige (Bild: Stephan Buck)
Wir treten ein für den Erhalt, die Pflege und die Vernetzung wertvoller Biotopstrukturen und gegen eine weitere Versiegelung und Zersiedelung der Landschaft.
Städtische Grünflächen sollen möglichst naturnah gestaltet und die Pflege der Grünflächen ökologisch sinnvoll extensiviert werden. Das Landschaftsbild rund um Blaubeuren muss im Hinblick auf die Erholungsfunktion und den Tourismus in seiner Vielfalt erhalten, und wo nötig aufgewertet werden.
Bei unvermeidbaren Eingriffen in Natur- und Landschaft sollen Ausgleichs- bzw. Kompensationsmaßnahmen so erfolgen, dass sie ökologisch sinnvoll sind.
Wir wollen keine Umgehungsstraße in Gerhausen, die bei nur geringfügiger Verbesserung der Lebensbedingungen Innerorts, einen maximalen Einschnitt in den hochwertigen Natur- und Erholungsraum Blaubeurer Ried und Untere Hellebarten bringen würde.
Wir sind für die Sanierung der Sonderbucher Steige, aber gegen einen Totalausbau auf 6,50m Breite. Ein solcher unnötiger, teurer Ausbau mit entsprechenden Unterhaltskosten in landschaftlich höchst sensiblem Gelände, würde nicht nur Radfahrer gefährden, die mit viel schnellerem Kfz-Verkehr konfrontiert wären, sondern auch die Anwohner in Blaubeuren und Sonderbuch stark belasten. Ausgebaute Straßen ziehen automatisch überörtlichen und Schwerlastverkehr an. Ein Ausbau der Alten Sonderbucher Steige für Radfahrer würde dagegen einen Bruchteil kosten und wäre ein Baustein zur Komplettierung des Blaubeurer Radwegenetzes.
Die vielen Millionen Euro für solche überdimensionierten Straßenprojekte sind Steuergelder, welche sinnvoller in den Ausbau des ÖPNV investiert werden sollten.