Die Grünen im Alb-Donau-Kreis

GRÜNE STANDPUNKTE IN BLAUSTEIN

Thema: Verkehrsberuhigung

Verkehr in Blaustein 2014
Hier fehlt ein Fußweg.
 
Über 29.000 verletzte Kinder im Straßenverkehr insgesamt, 250.000 verletzte Personen bei Unfällen Innerorts im Jahr 2012: Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Der Verkehrsraum ist aber vor allem Innerorts nicht nur für den motorisierten Verkehr da, sondern auch für Radfahrer und Fußgänger. Daran wurde bei der Verkehrsplanung nicht immer gedacht. Es gibt viele Stellen in Blaustein, wo Fuß-wege und Radwege im "Nichts" enden oder Überwege für Straße und Schiene an wichtigen Stellen fehlen. Oft wird auf andere Überwege 500 Meter weiter verwiesen. Was für einen Autofahrer keine nen-nenswerte Distanz darstellt, ist für Fußgänger unzumutbar. Außerdem gibt es viele Stellen, an denen sich Trampelpfade gebildet haben. Wo es keinen Weg gibt, suchen sich die Fußgänger den kürzesten Weg, notfalls auch durch Grünanlagen. Dies ist immer ein Hinweis, dass hier ein Verbindungsweg fehlt. Vor allem eine konsequente Verkehrsberuhigung in Wohnbereichen oder den Ortzentren sollte an erster Stelle stehen. Das gibt mehr Sicherheit und mehr Wohnqualität für alle, die sich draußen bewegen. An vielen Stellen sind Fuß- und Radwege nicht sicher. Diese werden aber vor allem von Kindern, Jugendli-chen oder älteren Mitbürgern genutzt. Daher treten wir konsequent für die Schaffung von Fuß- und Radwegen ein, wo sie als Verbindungswe-ge nötig sind, und für eine Verkehrsberuhigung, wo Fußgänger gefährdet sein können.

Thema: Bad Blau

Bad Blau
Bad Blau im Jahr 2020 Es ist schon der dritte heiße Sommer hintereinander und Dank des großzügigen Badeteiches vermeldet das Bad Blau neue Besucherrekorde. Die mutige Entscheidung der Gemeinde, auf das vorhandene Ge-lände und mit dem Wasser der Blau einen Badeteich anzulegen, zahlt sich aus. Besucher aus Nah und Fern kommen nun auch im Sommer nach Blaustein und beleben das Bad. Da der Badeteich kein Chlor enthält, kommen auch Menschen mit Allergien in den Genuss des immer kühlen Wassers. Der Badeteich sorgte gleichzeitig dafür, dass das Bad in Blaustein nun rentabel arbeitet und sich selber tragen kann. Denn der Badeteich sorgt einerseits für steigende Umsätze, hat aber nur wenige Unterhalts-kosten. So konnte seit bestehen des Bad Blaus seit 3 Jahren ein sattes Plus erwirtschaftet werden. Die Auszeichnungen für hervorragende Integration in die Landschaft findet Beachtung auch außerhalb der Landesgrenze. So konnte das gesamte Lixgebiet durch den Badeteich aufgewertet werden.

Thema: Schulentwicklung

Schule Blaustein
Die Realschule Blaustein ist im Umbruch.
Schulen in Blaustein
Wird die Lindenhofschule bald Ganztagsschule?
 
Jedes Kind ist anders. Eigentlich bräuchte jedes Kind eine individuelle Schulbildung, um es optimal fördern zu können. Doch das ist natürlich nicht möglich. Doch kann man den Kindern in Ihrer schulischen Entwicklung helfen, indem man Ihnen möglichst individuelle Angebote innerhalb der Schullandschaft ermöglicht. Daher unterstützen wir die Entwicklung eines vielfältigen und breiten schulischen Angebots in Blaustein. Wir möchten allen Kindern eine gute schulische Ausbildung in Blaustein ermöglichen. Dabei möchten wir, wenn möglich, die Standorte von Grundschulen in den Teilorten ermöglichen, denn die Anbindung an die dörfliche Gemeinschaft beim Schulbesuch ist für die Familien sehr wichtig.

Thema: Radwegenetz

Radwege Blaustein
Viele Familien nutzen den Fußweg in der Lixstraße, weil hier ein Fahrradweg fehlt
Eingebettet in das schöne Blautal bietet Blaustein ideale Voraussetzungen für Mobilitätstrategien alter-nativ zum Auto. Doch sind die Konzepte für Radfahrer kommunal noch nicht überzeugend umgesetzt. Als Bestandteil des Donauradwegs weist die Beschilderung in Blaustein noch große Lücken auf. Zubringende Straßenübergänge z. B. beim Einkaufszentrum in Ehrenstein sind nicht opti-mal geregelt. Durch Entwicklungen wie z. B. Fahrrädern mit Elektroantrieb (E-Bike, Pedelec) zeigt sich ein neuer Mobilitätstrend. Die Fortbewegung per Bike wird trotz Blausteins hügeliger Umgebung einer noch grö-ßeren Masse zugänglich. Das Radwegenetz zu den Blausteiner Ortschaften wie z. B. von Herrlingen nach Weidach ist noch aus-zubauen. Radwege, die auch für Schulkinder nutzbar sind, und im Sinne einer sozialen Kontrolle stra-ßennah angelegt werden sollten, wären wünschenswert. Die Verkehrssicherheit für junge Radfahrer, die noch nicht so verkehrssicher sind, ist ebenfalls noch verbesserbar.

Thema: Kinderbetreuung

Kinderbetreuung Blaustein
Kinderhaus Löwenzahn - immer noch die einzigen
25 Ganztageskindergartenplätze in Blaustein
Früher wurden die Kinder oft innerhalb der Familie betreut. Entweder blieb die Mutter zuhause oder es gab eine Oma oder Tante, die die Kinder betreuen konnte. Das geht heute oft nicht mehr: Es gibt immer mehr Alleinerziehende Eltern, vollzeitberufstätige Eltern oder die Großeltern sind selbst noch berufstä-tig. Diese vielfältigen Lebensentwürfe brauchen ein vielseitiges Betreuungsangebot. Ein Kind, das überwiegend zuhause betreut wird, benötigt ein anderes Betreuungsangebot als die Kinder von alleinerziehenden Eltern oder Vollzeitberufstätigen. Allen diesen Lebensentwürfen möchten wir Rechnung tragen und sie unterstützen. Daher brauchen wir eine Betreuungsvielfalt und unterschiedliche Betreuungsmodelle enthalten. In den letzten Jahren hat sich einiges in punkto Kinderbetreuung in Blaustein bewegt. Das Krippenangebot ist dank der bundesweiten Förderung verbessert, die meisten Schulen bieten über die Mittagszeit und an einigen Nachmittagen eine Betreuung an, zum Teil werden Ferienbetreuungen angeboten. Das ist ein guter Anfang. Doch das Betreuungsangebot in Blaustein hat immer noch große Defizite in der Ganztagsbetreuung, in den Ferien und in den Freizeitangeboten. Hier fordern wir einen weiteren konsequenten Ausbau, um gerade berufstätigen Eltern ein besseres Angebot zur Verfügung zu stellen.

Thema: Gemeindenahe Inklusion

Inklusion Blaustein
Das Baugebiet Höhwiesen mit dem geplanten Gebäude der Lebenshilfe Donau-Iller Werkstätten.
Deutschland verpflichtet sich mit der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung, deren Lebenssituation zu verbessern und ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Geschieht das auf kommunaler Ebene schon ausreichend? Bereits jetzt spielen und lernen in unseren Kindergärten und Regelschulen behinderte und nicht behinderte Kinder und junge Menschen gemeinsam – Behinde-rung soll alltäglich werden. In der Umsetzung existieren noch Vorurteile sowie personelle und organisatorische Barrieren. Wir wollen uns für die weitere Umsetzung von Inklusion auf kommunaler Ebene einsetzen. Mit der Ansiedlung eines Wohnheims und einer Werkstätte für behinderte Menschen der Lebenshilfe Donau-Iller in den „Höhwiesen“ in Blaustein-Ehrenstein besteht für unsere Gemeinde eine weitere große Chance, Inklusion zu leben. Durch den zentralen Standort mit Anbindung an Einkaufszentrum und Stadtzentrum ergeben sich gute Möglichkeiten, Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung ganz im Sinne von Bürgermeister Thomas Kayser im Ort „herzlich und freundlich willkommen zu heißen“.

Thema: Ehrenamtliches Engagement

Ehrenamt Blaustein
Ehrenamtliches Engagement ist auch in der
Seniorenbetreuung ein wichtiger Baustein
Ehrenamtliches Engagement ist wichtig für eine Gemeinde. Das Ehrenamt nützt dabei nicht nur den Bürgern, die von ehrenamtlichen Leistungen direkt profitieren, sondern es nützt auch den ehrenamtlich Tätigen selbst. Eine ehrenamtliche Tätigkeit kann der Vereinsamung entgegenwirken und bietet Men-schen eine Möglichkeit, mit Mitbürgern in Kontakt zu kommen. Das Ehrenamt bietet auch Menschen, die nicht mehr voll leistungsfähig sind, eine Möglichkeit, sich sinnvoll zu beschäftigen und gebraucht zu werden. Außerdem macht es vielen Menschen einfach Freude, andere zu unterstützen. Nun gibt es Vereine und Organisationen, die verzweifelt ehrenamtliche Mitarbeiter suchen. Es gibt auf der anderen Seite Bürger, die sich gerne engagieren möchten, aber nicht wissen, wo jemand gebraucht wird. Wir möchten unterstützen, dass die Organisationen und die Bürger zusammenkommen. In unserer Nachbarstadt Ulm gibt es seit Jahren eine funktionierende Ehrenamtsbörse, die schon viele Interessenten von beiden Seiten zusammengeführt hat. Eine solche oder eine ähnliche Lösung wäre auch für Blaustein denkbar: Eine Börse oder andere Plattform, die die Vereine und Organisationen und die interessierten Bürger zusammenbringt. So können die Gebenden und Nehmenden zusammenkommen und alle profitieren davon, in der gesamten Gemeinde Blaustein.

Thema: Dem Bürger eine Stimme geben

Bürgerbeteiligung Blaustein
Die Erwin-Rommel-Steige - hier regt sich Protest.
Elterninitiative Löwenfels
Logo der Elterninitiative Löwenfels
Stuttgart 21 hat es gezeigt: Die Bürger möchten in Entscheidungen der Kommunen mehr einbezogen werden. Von einem solchen Engagement zeigen auch die vielen Bürgerinitiativen in Blaustein: Die Elterninitiative Löwenfels, die BI „Kein PSKW Blautal“, Bürgerinitiative "für eine stündliche Anbindung von Arnegg", die "Initiative Verringerung und Entschleunigung des Verkehrs in der Erwin-Rommel-Steige". Wenn den Bürgern in Blaustein etwas am Herzen liegt, bringen sie sich ein. Und das ist wünschenswert. Es gibt für diese Initiativen und auch einzelne Bürger die Möglichkeit, Mitglieder aus der Gemeindeverwaltung, das Bürgermeisteramt und einzelne Gemeinderäte anzusprechen. Das ist jedoch sehr mühselig und meist von wenig Erfolg gekrönt. Es gibt weder eine Möglichkeit, sich und das Anliegen zu präsentieren noch mit dem Gemeinderat als Gesamtes in Verbindung zu treten. Hier möchten wir uns für ein besseres Miteinander einsetzen.
Es sollten Strukturen geschaffen werden, damit die Bürger mit Ihren Anliegen an die Verwaltung und den Gemeinderat herantreten können. So können sie künftig besser in Entscheidungen einbezogen werden.

Thema: Bücherei

Bücherei Blaustein
Die Blausteiner Bücherei wurde außen saniert: Jetzt heißt es "Außen hui, innen..."
Der zentrale Standort der Bücherei in Blaustein ist ein riesiger Vorteil – oder könnte es sein, wenn ein einfacher barrierefreien Zugang zu allen Bereichen der Bücherei möglich wäre. Nicht nur beim Zugang, auch bei der Präsentation der Medien ist die Zweigeschoßigkeit kein Vorteil. So sind die Sachbücher auf dem Buchmarkt seit Jahren in der Tendenz rückläufig. Auf dem Vormarsch sind hingegen All-Age-Bücher, zumeist Belletristik, die von Erwachsenen und Jugendlichen gleichermaßen gelesen wird. Dieser Entwicklung Rechnung zu tragen bei Beschaffung und Präsentation ist sicherlich eine Herausforderung für die Büchereileitung. Schade auch, dass die Öffnungszeiten sich nicht dem veränderten Freizeitverhalten der Benutzer ange-passt haben. Es ist dringend nötig, dass einerseits der Personalschlüssel so angepasst wird, dass auch Öffnungszeiten am Wochenende und über die Mittagszeit möglich sind. Andererseits bietet die techni-sche Entwicklung die fantastische Möglichkeit der Online-Leihe für elektronisch verfügbare Medien rund um die Uhr. Für jeden Einwohner mit einem Leseausweis und einem funktionierenden Internetanschluss stellen Bibliotheken überall im Land e-Medien zur Verfügung. Es ist mehr als wünschenswert, dass Blaustein nicht von dieser den Buchmarkt revolutionierenden Entwicklung abgehängt wird.

Thema: Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Eine Rampe an der Lixpark-Gaststätte - viele öffentliche Gebäude haben keinen solchen Zugang.
Aufgrund des demographischen Wandels kommt der Berücksichtigung der Barrierefreiheit beim Bau öffentlicher Infrastruktur und Gebäuden eine immer größere Bedeutung zu. Neuzeitlich definiert spricht man auch von „universellem Design“ oder „Design für alle“. Dies bedeutet, dass sowohl Menschen mit Behinderung als auch alternde Menschen und Personen mit Kleinkindern eine freie Nutzung der baulich gestalteten Umwelt ermöglicht werden soll.
Regelungen in Deutschland wie z. B. das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen als auch Normen (DIN, ISO) bilden teilweise verbindliche Grundlagen. Wir wollen bei Planungen von öffentlichen Bauten, Außen- und Verkehrsanlagen den Blick für Barrierefreiheit schärfen und notwendige Impulse geben.

Thema: Blau ist Lebensqualität

Eines der letzten Stücke der alten Schaumkrautwiesen der Lix - Blume des Jahres 2006
Die Blau ist nicht nur Namenspatron für unsere Gemeinde, die Blau prägt die gesamte Tallandschaft zwischen Arnegg und der Stadtgrenze nach Ulm. Uferbereiche laden zur Erholung ein und sie sind Le-bensraum für Wasser liebende Pflanzen und Tiere. Die Blau ist Teil unserer Lebensqualität in Blaustein.
Gleichzeitig zwängen sich viele Straßen und die Schiene durch die Talaue, Siedlungs- und Freizeitdruck nehmen zu und gefährden die letzten Reste der natürlichen Flusslandschaft. Wir fordern ausdrücklich, die Uferbereiche als naturnaher Lebensraum zu respektieren und die gesetzlichen Mindestabstände baurechtlich abzusichern. Nicht nur die Arnegger Talwiesen oder das Naturschutzgebiet Arnegger Ried verdienen unseren Schutz, sondern auch im Lixbereich sind naturnahe Landschaftsinseln in der weiteren Planung abzusichern – als Rückzugsort für Tiere und als Erholungsort für die Menschen. Wir wollen, dass diese Naturinseln für die Menschen in Blaustein erlebbar sind.
Nicht zuletzt fordert auch der Hochwasserschutz in der Talaue sein Recht und Überschwemmungsflächen für Starkniederschläge sind einzuplanen. Außerdem verdient auch der Grundwasserschutz unsere Beachtung. Nicht alle Landschaftsbereiche entlang der Blau dürfen bebaut und funktionalisiert werden, denn das käme einem Verrat am Namenspatron unserer Gemeinde gleich.

Thema: Kulturgemeinde Blaustein

Theaterzelt Blaustein
Die Theaterei - der Kultur- Leuchtturm in Blaustein
Deutschland sei eine Kulturnation, sagt man. Aber was ist überhaupt Kultur? Das Lexikon definiert sie als Pflege geistiger Werte und Leistungen.
Kultur ist vielfältig: Musik, Theater, Literatur, Tanz, Malerei und Bildhauerei, ... – im Prinzip jeder schöpferischer Ausdruck, der Gedanken und Gefühle der Menschen „kultiviert“ zum Ausdruck bringt.
Kultur hat aber noch andere Ziele: Sie regt zu Begegnung und Kommunikation an, sie will Auseinander-setzung mit neuen oder anderen Gedanken fördern, sie kann Gefühlen Ausdruck verleihen und bei anderen Menschen Emotionen wachrütteln, sie kann Identität und Verbundenheit stiften.
Blaustein braucht die Vielfalt der Kultur: In vielen Vereinen wird die klassische Musik- und Gesangskultur gepflegt und das ist gut so. Leuchtturm für die Theaterkultur ist unsere Theaterei Herrlingen und das ist ebenfalls gut so. Aber bei Literatur, Tanz und gestalterischer Kunst verbleiben nur punktuelle Ereignisse.
Wir wünschen uns, dass künstlerische Elemente jeglicher Form im Blausteiner Alltagsleben vorkommen, dass durchaus auch besondere, vielleicht auch extravagante Formen von Kunst und Kultur in unserer Gemeinde angeregt werden und stattfinden können, wir brauchen auch freche und kritische Kultur. Die Blausteiner Kulturtage sind ein erster Schritt, der aber im Bewusstsein der meisten Bürgerinnen und Bürger kaum Fuß gefasst hat. Hier gilt es, mit Herz und Engagement weiter zu entwickeln.
Und noch wichtiger: Kultur ist, was man selber macht. Wir wünschen uns eine lebendige Gemeinde, in der viele Bürgerinnen und Bürger ihre Kultur selbst gestalten und damit ihre Lebenswelt, ihr Denken und ihre Gefühle in neue schöpferische Formen gießen. Warum kein Kunstpfad in der Lix oder im Lin-denhofpark? Blaustein sollte neue Wege anregen und begleiten.

Thema: Ortskerne beleben

Trotz rückläufiger Tendenz werden in Baden-Württemberg täglich immer noch 6,6 ha Land verbaut. Das kann auf die Dauer nicht gut gehen, denn die Fläche ist begrenzt und unser Land ist jetzt schon völlig zersiedelt. Mit jeder Streuobstwiese, mit jedem Acker, mit jeder Busch- oder Baumgruppe, mit jedem Stück Ödland geht Natur und Lebensqualität verloren.
Gleichzeitig stagniert insgesamt die Bevölkerungszahl. Selbst wenn der Ulmer Raum durch Zuzug noch einen leichten Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen hat, gilt auch hier das Ziel, den Landverbrauch zu stoppen.
Für die Zukunft heißt das: alte Gebäude sanieren, Brachflächen innerhalb der Orte wieder zu bebauen, ehemalige landwirtschaftliche Gebäude oder andere Gewerbegebäude, die nicht mehr genutzt werden, anders zu nutzen und aufzuwerten.
Der Gebäudealtbestand liegt überwiegend in den Ortszentren; mit der fehlenden Nutzung erstirbt auch das öffentliche Leben in der jeweiligen Ortsmitte. Wir wollen, dass die Ortskerne wieder mit Leben er-füllt werden, dass herunter gekommene Gebäude saniert und nutzbar gemacht werden.
Nicht zuletzt gilt auch zu bedenken, dass die Gemeinde auch dann die öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Kanäle, Beleuchtung vorhalten muss, wenn niemand in den Gebäuden wohnt; das ist Verschwendung öffentlicher Mittel. Und außerdem: wer fühlt sich in herunter gekommenen Ortszentren wohl?
Wir fordern ausdrücklich, dass die Gemeinde weiterhin versucht, in Sanierungsprogramme aufgenom-men zu werden und diese auch beherzt und zielgerichtet umsetzt.
Bei einzelnen Gebäuden oder Flächen ist auch daran zu denken, dass sich die Gemeinde aktiv in die Grundstückspolitik einmischt, um die Sa-nierung und gestalterische Verbesserung voran zu treiben. Parallel dazu ist es wichtig, den öffentlichen Raum ästhetisch und kommunikativ aufzuwerten.

Thema: ÖPNV Ausbau fördern

Um in Blaustein einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu ermöglichen, muss das Angebot attraktiv sein.
Mit einem gut ausgebauten ÖPNV sind Arbeitsplätze in der Ulmer Innenstadt, im Donautal oder in der Wissenschaftsstadt flexibel und in angemessener Zeit erreichbar. Ein Ausbau ermöglicht zudem eine bessere soziale Einbindung von Personen ohne Auto. Insbesondere Senioren und Jugendliche werden profitieren.
Nicht zuletzt gilt es die Teilorte Blausteins zu vernetzen. Nur durch einen attraktiven Nahverkehr können wir langfristig die Straßen entlasten und die Umwelt schonen. Bisher verkehren die Buslinien 36, 37 und 38 im Stundentakt in die meisten Teilorte bis auf Wippingen. Allerdings fahren die Busse nur alle 2 Stunden aus den Ortsteilen direkt weiter nach Ulm. Ansonsten muss an den Bahnhöfen Herrlingen oder Blaustein umgestiegen werden.
Wir setzen uns für eine weitere Optimierung des ÖPNV in Blaustein ein: Die verbesserte Anbindung der Ortsteile an zentrale Umsteigepunkte, Schulen und Arbeitsstätten in Blaustein und den umliegenden Städten ist unser Ziel. Dazu zählen eine höhere Taktung der Busse in allen Ortsteilen, eine Verbesserung der Umsteige-Zeiten sowie eine bessere Ausstattung der Haltestellen und Bahnhöfe. Ein gutes Bespiel für eine bessere Anbindung an Ulm, innerhalb des Alb-Donau-Kreises sowie das überregionale Schienennetz ist die S-Bahn Donau-Iller. Wir unterstützen den Aufbau des S-Bahn-Netzes. 2013 ist bereits die Strecke Weißenhorn – Senden gestartet.
Im Alb-Donau-Kreis sind die Linien S5 von Ulm über Blaustein nach Blaubeuren sowie S8 von Ulm über Blaubeuren, Schelklingen und Ehingen bis Obermarchtal geplant.
Wir setzen uns für eine zügige Umsetzung der geplanten Strecken und den Haltepunkt Klingenstein auf der Line S5 ein.
Der ÖPNV in Blaustein muss weiter ausgebaut werden!

Thema: Energiewende in der Gemeinde

Der neue Bericht des Weltklimarats zeigt: Die Erde heizt sich immer weiter auf, die Eismasse schmelzen, der Meeresspiegel steigt, bestimmte Extremereignisse werden häufiger oder heftiger. Hauptursache ist der Anstieg der Treibhausgase, der durch uns verursacht wird. Trotz dieser Entwicklung sieht der Weltklimarat eine Chance, die Erderwärmung in den Griff zu bekommen. Die Wissenschaftler empfeh-len eine schnelle und deutliche Verschiebung von Investitionen: Weg von Förderung und Verbrennung von Kohle, Gas und Öl, hin zur Förderung klimafreundlicher Energien.
Hierbei kann die Gemeinde Blaustein in Zusammenarbeit mit Bürgerschaft und Wirtschaft Vorreiter in Sachen Klimaschutz und Energiewende werden. Die bisherigen Maßnahmen sind eine erster Schritt: Erneuerung der Straßenbeleuchtung über ein Contracting, Einführung eines Gebäudemanagements zur Erfassung der Verbräuche aller gemeindeeigenen Gebäude, Vermietung der gemeindeeigenen Dachflä-chen für Photovoltaikanlagen.
Wir brauchen aber ein Gesamtkonzept einer "nachhaltigen Stadt Blaustein", konkrete Klimaschutz-, Nachhaltigkeits- und Energiekonzepte, finanzielle Beteiligungsmodelle für Bürger und Kommune. Wir brauchen eine engagierte und aktive Verwaltung als Ansprechpartner und Netzwerker für Bürger, Un-ternehmen und mögliche Partner wie die SWU und die ENBW. Erneuerbare Energien sind lokale Wert-schöpfungen, Energieeffizienz und Energieeinsparungen entlasten die Gemeindekasse.

Thema: Demokratie in der Gemeinde

Im Rathaus werden weitreichende Entscheidungen getroffen - immer im Interesse des Bürgers?
Eingebettet zwischen Hochsträß, Blautal und Lautertal profitiert Blaustein als attraktive Wohngemeinde nicht nur von seinem landschaftlichen Reiz, sondern auch von der Nähe zur Innovationsregion Ulm. So ist Blaustein durch die Ausweisung zahlreicher Neubaugebiete in den verschiedenen Ortsteilen immer weiter gewachsen. Und wer hat es hier nicht schon erlebt, dass bestehende rechtsverbindliche Pläne und Regeln über die Jahre verändert und angepasst wurden. Anpassungen von Bauplänen sind vernünftig und notwendig, um zeitgemäßen Anforderungen und Entwicklungen gerecht zu werden.
Doch dürfen solche Änderungen nicht willkürlich und unter dem Blickwinkel der wirtschaftlichen Interessen getroffen werden. Vielmehr müssen nachträgliche Änderungen unter besonderer Be-rücksichtigung der moralischen Verpflichtung gegenüber den Bürgern getroffen werden. Gemein-dearbeit im Blausteiner Rathaus muss für seine Bürger Bestand und Verlässlichkeit haben.
Die kommunale Bürgerdemokratie muss gestärkt werden, indem Blausteiner Bürger frühzeitig in be-deutsame Entscheidungen einbezogen werden. Wichtig ist, die Bürger rechtzeitig über Ziele, Zwecke und Auswirkungen zu unterrichten. Nur so ist das Geschehen im Blausteiner Rathaus für seine Bürger durchschaubar und nachvollziehbar.